
Das Sommerpalais, das 1768-1769 (1779 neu ausgestattet) im frühklassizistischen Stil erbaut wurde, passt sich reizvoll in den Greizer Park ein.
Bauherr Fürst Heinrich XI. Reuß (1722 - 1800) nannte sein Sommerpalais „Maison de belle retraite", Haus des schönen Refugiums.
Die ehemalige Orangerie im Erdgeschoss und die fürstlichen Repräsentations- und Wohnräume im ersten Stock sind mit reichen Stuckaturen ausgestattet.
Das Sommerpalais war bis 1918 der Sommersitz der Fürsten Reuß Älterer Linie.
Durch den Auseinandersetzungsvertrag — das Gesetz vom 30. Dezember 1920 — zwischen dem ehemaligen Fürstenhaus und der damaligen Gebietsregierung Reuß wurden vor allem die kulturellen Interessen der im Sommerpalais untergebrachten Kupferstich- und Büchersammlung geregelt. Seit 1922 konnte die Bevölkerung diese herrlichen Schätze bewundern.
Die wertvollsten Teile stammen aus einem Nachlass der englischen Prinzessin Elizabeth (177-1840).
Seit 1975 gibt es das Satiricum, eine neue Abteilung des Museums. Bis zum Jahre 1989 entstand eine einzigartige Sammlung von DDR-Karikaturen. Seit 1990 werden weitere Blätter deutschsprachiger Karikaturisten gesammelt.
Im Gartensaal werden jährlich viele Ausstellungen und Konzerte angeboten.
"Maison de belle retraite", Haus des schönen Refugiums
Das so genannte Küchenhaus steht nordöstlich vom Sommerpalais direkt an der Elster und ist der Fassadengliederung des Palaises angepasst.
Im Obergeschoss des Küchenhauses ist heute die Verwaltung des Museums untergebracht und im Erdgeschoss befindet sich ein Café.
Fürstliches Sommerpalais mit Blumengarten um das Jahr 1900